Staatliche Entwicklungshilfe widerspricht christlichem Geist

Featured imageIn der Bibel fehlt es nicht an Aufrufen zur Freigiebigkeit. Die vom Staat verordnete Zwangsumverteilung findet man hingegen an keiner Stelle. Der Vorwurf «christlicher» Politiker, wonach das Anliegen der Reduktion der staatlichen Entwicklungshilfe «zutiefst unchristlich» sei, zielt ins Leere.

SVP- und EDU-Politiker bereiten aktuell eine Volksinitiative zur Reduktion der staatlichen Entwicklungshilfe vor. Trotz Unterstützungs-Anfragen an diverse CVP-Politiker mochte sich bislang kein C-Politiker öffentlich zur Initiative bekennen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Nationalrätin der evangelischen EVP, Maja Ingold, ist gar «erschüttert» über die aus ihrer Sicht «zutiefst unchristliche Initiative». So würden nur die Ärmsten bestraft. Diese Beschuldigung der Initianten als «unchristlich» ist nicht gerechtfertigt und basiert auf fehlenden Kenntnissen über das Christentum. Die Anschuldigung fällt auf den Absender zurück.

Barmherziger Samariter

Ohne Zweifel: Die Nächstenliebe ist ein Kernelement des Christentums. Die mit der Staatsgewalt durchgesetzte «Solidarität» mittels Zwangsumverteilung ist aber alles andere als im christlichen Sinne – auch wenn Sozialpolitiker gern an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter erinnern. In diesem Gleichnis (Lukas 10, 30-36) fungiert der barmherzige Samariter nicht als Dieb, der das gestohlene Diebesgut nach der Erbeutung umverteilt. In der Samaritergeschichte wird niemand gezwungen, Erste Hilfe zu leisten. Auch wird keine Gewalt angedroht, damit jemand Geld spendet. «Das Gleichnis beruht auf der Annahme, dass die moralische Verpflichtung zur Opferhilfe keine gesetzliche, zivilrechtlich durchsetzbare Verpflichtung ist», wie Dr. Garry North richtig festhält.

Genau auf diesem Prinzip des Zwangs und der gewaltsamen Enteignung via Steuern funktioniert aber die staatlich organisierte Entwicklungshilfe. Robert Grözinger, Autor des Buches «Jesus, der Kapitalist», fragt sich: «Brauchen wir wirklich staatliche Gewalt, um armen oder in Not geratenen Leuten zu helfen?» Müsste man diese Frage unter Zuhilfenahme christlicher Kriterien beantworten, würde er sie klar verneinen: «Nach christlicher Auffassung hat ein Staat als Gewaltmonopolist allenfalls das Recht «böse» Taten zu bestrafen (siehe Römerbrief 13, 1-7). Seine Aufgabe ist es nicht, Menschen rechtschaffen zu machen. Das ist das ausschliessliche Vorrecht Gottes.»

Finanzierung von islamistischem Terror

Indem der Staat uns die Verantwortung für die Wohlfahrt anderer Leute abnimmt, untergräbt er die Verantwortung all jener, die bisher für diese Wohlfahrtsleistungen zuständig waren, wie beispielsweise Familien. Der Ökonom Jörg Guido Hülsmann meint dazu treffend: «Die staatliche Mildtätigkeit macht die Bürger dem Elend ihrer Mitmenschen gegenüber zunehmend gleichgültig.» Man glaubt das Gewissen nun bereits genügend durch die staatliche Entwicklungshilfe reingewaschen zu haben, so dass persönliche Hilfe mit steigender Zwangsumverteilung als zunehmend überflüssig betrachtet wird.

Mit den Konsequenzen dieser zentral geplanten, intransparenten Hilfe beschäftigt sich der grösste Teil der Bevölkerung nicht mehr, da die Verbindung von Bezahler und Empfänger durch die Auslagerung der Hilfe an eine unpersönliche Institution durchbrochen wird. Hat der Bürger seine Steuern erst einmal bezahlt, ist völlig undurchsichtig, wo nun das persönlich «zwangs-gespendete» Geld hinfliesst und welche Menschen nun genau in welcher Form davon profitieren. Dementsprechend erfolgt im Vergleich zu freiwilligen Gaben an konkrete Projekte bei staatlichem Zwangsspenden tendenziell eine geringere oder keine Kontrolle durch den Spender.

Dies hat fatale Konsequenzen. Die «Basler Zeitung» machte in einem Artikel mit dem Titel «Schweizer Geld für islamischen Terror» publik, wie sorg- und gedankenlos die Bürokraten im EDA mit ergatterten Geldern umgehen. So wird mit Mitteln der Schweizer Steuerzahler etwa die islamistische Terrororganisation Hamas und deren antisemitische Propaganda unterstützt. Das Blut klebt fortan also auch an den Händen der Schweizer, die wissentlich oder unwissentlich den islamistischen Terror mitfinanzieren, der sich ganz dezidiert – berufend auf die heiligen Schriften – für die Ausrottung des Christentums, der Juden und anderer «Ungläubigen» ausspricht. Die ach so «christlichen» Politiker schaffen sich und ihren Glaubensgenossen mit ihrer sturen Haltung also selbst das Grab.

Freiwilligkeit statt Erpressung

Staatliche Zwangs-Entwicklungshilfe ist aber noch aus anderen christlichen Gründen nicht vertretbar. Wie Robert Grözinger klar macht, legitimiert das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20, 1-6) das Privateigentum und verteidigt es gegen jene, die meinen, dass irgendein höheres Gerechtigkeitsprinzip diese Eigentumsgarantie ausser Kraft setzen kann. Solange das Privateigentum rechtmässig erworben wurde, übt das Christentum daran keine Kritik. So heisst es ja auch in den zehn Geboten: «Du sollst nicht begehren deines Nächten Hab und Gut.»

Mit keinem Wort verlangt das Christentum eine Missachtung des Privateigentum-Prinzips, gegen das die Zwangsumverteilung eindeutig verstösst. Vielmehr predigt es Barmherzigkeit und Solidarität aus freien Stücken – denn nur freiwillige Solidarität ist echte Solidarität. «Moralisches Handeln ist nur einer Person möglich, und zwar einer Person, die frei zwischen Handlungsalternativen wählen oder entscheiden kann», bringt es Buchautor Roland Baader auf den Punkt. Er stellt zudem klar: «In der Bibel ist das Teilen nur an einer einzigen Stelle vermerkt, wo es um das Aufteilen einer Erbschaft unter den Kindern des Erblassers geht. Im Übrigen ist in der Bibel bei allen Appellen zur Nächstenliebe nur vom Geben die Rede; und das Geben ist bekanntlich eine freiwillige Aktion. Erzwungenes «Geben» ist kein Geben, sondern Erpressung.»

Will man im Sinne des christlichen Geistes handeln, muss man konsequent die staatliche Zwangs-Entwicklungshilfe ablehnen und an die freiwillige Unterstützung von sozial schwächeren Menschen appellieren. Dies wäre sowohl ein Fortschritt für die im staatlichen Schuldensumpf versinkenden Menschen in den Industriestaaten, als auch die notleidenden Personen in der Dritten Welt.

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