Wahlfreiheit!

Der Markt oder der Staat? Fast alle politischen Auseinandersetzungen drehen sich um die Frage, wer ein Produkt oder eine Dienstleistung bereitstellt.

Während heute durchaus noch darüber diskutiert wird, ob Krankenkassen oder Kinderkrippen von der öffentlichen Hand oder privat angeboten werden sollen, stellt man sich die Grundsatzfrage in anderen Bereichen nicht mehr. Niemand fragt, ob der Staat Strassen, Züge, Spitäler, Schulen, Fernsehen oder die Altersvorsorge überhaupt anbieten oder finanzieren soll.

Ich plädiere dafür, dass der Staat möglichst wenige Güter anbietet. Denn öffentliche Güter werden immer durch Zwang finanziert – konkret: durch Enteignung in Form von Steuern, Abgaben und Gebühren. Je mehr Güter staatlich angeboten werden, desto weniger können die Menschen ihr Leben so führen, wie sie es gerne möchten. Sie werden unter Androhung von Gewalt dazu verpflichtet, sich an Produkten und Dienstleistungen zu beteiligen, die sie selbst unter Umständen gar nicht in Anspruch nehmen möchten. Dadurch schrumpft ihr Budget, das sie zur freien Verfügung haben, immer weiter.

Ein Unternehmer auf dem freien Markt ist vor allem darauf erpicht, dem Konsumenten möglichst gute Leistungen zu tiefen Preisen anzubieten, damit die Kunden bei ihm und nicht bei der Konkurrenz einkaufen. Wird ein Produkt hingegen vom Staat angeboten, erlischt das Streben nach der besten Lösung für die Konsumenten. Das Einzige, was zählt, ist das Ein-halten von bürokratischen Vorschriften. Die Freiheit der Angestellten, nach eigener, bester Überzeugung zu handeln und dem Kunden zu dienen, wird dadurch arg eingeschränkt.

Der Unfähigkeit, sich nach den Kundenwünschen zu orientieren, wird zusätzlich dadurch Vorschub geleistet, indem die Einnahmen des Staates nicht durch gute Leistungen und einem freundlichen Kundenservice erwirtschaftet, sondern durch die Steuerpolizei eingetrieben werden. Die Löhne der Staatsbeamten fliessen unabhängig von der Qualität der Leistung.

Warum werden dann trotzdem so viele Dinge verstaatlicht? Weil es angeblich die Pflicht dieser Staatsunternehmen sei, der Gemeinschaft nützliche Dienste anzubieten. Was dabei vergessen geht: Jeder Unternehmer hat die Aufgabe, der Gesellschaft nützliche Dienste zu erweisen. Nur: Wer entscheidet, was nützlich ist? Dies kann nur dann herausgefunden werden, wenn der Konsument die freie Wahl hat und selbst entscheiden kann, für was er sein Geld ausgeben will. Je weniger Staat und Bevormundung, desto höher der Wohlstand.

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