«Steuerausfälle»

Der Verwaltungsapparat hat in der Schweiz in den letzten Jahren Wachstumsraten aufzuweisen, von denen die Privatwirtschaft nur träumen kann. Über 500 Stellen werden in Bundesbern geschaffen – pro Monat!

Jeder Versuch, den parasitären Leviathan durch Steuersenkungen zu verkleinern, wird sofort mit der Floskel bekämpft, es gäbe dann «Steuerausfälle». So geschehen auch bei der aktuellen Diskussion um die Unternehmenssteuerreform III. Damit wird fälschlicherweise suggeriert, es gehe der Gesellschaft etwas Wertvolles verloren.

Dies ist eine von Bürokraten gedeckte Täuschung. Wer vor Steuerausfällen und «Steuergeschenken» warnt, geht davon aus, dass der Staat sowas wie ein Anrecht auf das hart erarbeitete Geld der Bürger hat – unbeschränkt und auf alle Ewigkeit. Ich weiss nicht, wie das in Ihrem Fall ablief, sehr verehrter Leser, aber ich habe persönlich noch nie einen Vertrag mit dem Staat abgeschlossen, dass er mich auf Lebzeiten und darüber hinaus (Erbschaftssteuer) nach Belieben belangen darf. Ungefragt und unter Androhung von Gewalt werde ich gezwungen, mich an der Aufblähung der Bürokratie zu beteiligen. Was unterscheidet die Besteuerung dabei noch von Diebstahl?

Durch das sich zugeschanzte Sonderrecht des mehr oder weniger bedingungslosen Grundeinkommens der Staatsangestellten bildet sich zunehmend eine Zweiklassengesellschaft, bei der sich die «Classe politique» immer schamloser an der produktiven Klasse bedient. Hätten Politiker vor 100 Jahren die Absicht kundgetan, die Steuer- und Abgabenquote auf über 50 Prozent des Einkommens zu erhöhen, hätten die Bürger diese bestimmt zum Teufel gejagt. Geduldiger Salamitaktik ist es zu verdanken, dass diese Quote längst Realität geworden ist, ohne eine Revolution auszulösen. Der Staat breitet sich krebsartig in immer schnellerem Tempo in der Schweizer Gesellschaft aus. Wann ist endlich Schluss damit? Es ist Zeit aufzustehen, diesem räuberischen Treiben entschieden entgegenzutreten und klarzumachen: So nicht!

So oder so: Mit «Steuerausfällen» argumentieren nur jene, welche die Lektionen des gescheiterten Sozialismus noch nicht gelernt haben: Je mehr Kompetenzen dem Staat übertragen werden, desto kränker wird das System. Wer «Steuerausfälle» bekämpft, spricht sich faktisch für «Einkommensausfälle» für die Bürger aus. Er entzieht den Menschen Eigenverantwortung, Kaufkraft und somit Unabhängigkeit. Es ist deshalb ein Gebot der Stunde, für möglichst hohe «Steuerausfälle» einzustehen.

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