Armut besiegen dank weniger Umverteilung

Unternehmer sind «Abzocker» und kümmern sich ausschliesslich um den eigenen Profit, anstatt um das Wohl der Mitmenschen. So lautet ein weitverbreiteter Irrtum. Yaron Brook räumt nun radikal mit diesen Vorwürfen auf: «Egoistische Unternehmer» seien die grösseren Wohltäter als die selbstgerechte Sozialindustrie.

Wie kann Wohlstand für die breite Masse und für die Armen angehoben werden? Obwohl der Mindestlohn haushoch von der Stimmbevölkerung abgelehnt wurde, denken dabei viele an den Sozialstaat, an Umverteilung und an Spenden für Hilfswerke. Auch erfolgreiche Unternehmer plagt ob ihrer grossen Einkommen oft ein schlechtes Gewissen. Sie waschen sich von ihrer «Sünde» rein, indem sie öffentlichkeitswirksam für wohltätige Zwecke tief ins Portemonnaie greifen. Erst dann sind sie für die Gesellschaft wieder moralisch etabliert und gelten als «gar nicht so böse Menschen, wie zuerst angenommen» – weil sie auch etwas für andere und nicht nur für sich selbst geleistet haben.

Nutzen schaffen

Der US-Amerikaner Yaron Brook, Leiter des Ayn Rand Instituts, wehrt sich an seinem Vortrag am Liberalen Institut in Zürich vehement gegen dieses Negativimage und ruft zu mehr Wertschätzung für Unternehmer auf – auch für egoistische. Brook fragt in die Runde: «Wie kann man denn Geld als Unternehmer verdienen?» Seine Antwort: «Du musst etwas anbieten, worin deine Mitmenschen einen Nutzen sehen und bereit sind, dafür zu bezahlen.»

Wenn Apple-Gründer Steve Jobs ein iPhone anbietet und jemand dieses kauft, ist das eine Win-Win-Situation. Steve Jobs macht einen Gewinn und der Konsument stellt sich durch den freiwillig abgeschlossenen Kaufvertrag besser. Das iPhone hatte für den Käufer offenbar einen höheren Wert als den Geldbetrag, den er dafür eingetauscht hat. Der Lebensstandard von beiden hebt sich an.

Diese nachgefragten Produkte kann ein Unternehmer oft nicht alleine herstellen. Deshalb schafft er Arbeitsplätze und viele zuvor Arbeitslose erhalten damit eine Chance auf ein Einkommen. Armut wird effektiv bekämpft – ohne dass der Staat jemand anderem etwas mit Gewalt abnehmen muss.

Umverteilungsindustrie schafft Armut

Hätte der Unternehmer Steve Jobs primär an andere und nicht an sich selbst und seinen Profit gedacht, ginge es seinen Mitmenschen heute offensichtlich schlechter. Durch profitgetriebenen Egoismus heben Unternehmer den Lebensstandard vieler Menschen an. Auf der anderen Seite zerstört ein altruistischer Umverteilungs-Fanatiker der Sozialindustrie Wohlstand, weil so Anreize für unternehmerische Leistungen minimiert werden und am Ende gar nichts mehr zum Umverteilen bleibt.

Yaron Brook zieht deshalb die Schlussfolgerung: Die wahren Helden und Wohltäter sind erfolgsorientierte Unternehmer, nicht die selbsternannten Umverteilungsprotagonisten aus dem Gutmenschen-Lager. Denn erfolgreich wird man in einem freien Markt nur dann, wenn man etwas anbietet, was seine Mitmenschen ebenfalls besserstellt. Anstatt mittels staatlicher Zwangsumverteilung gegen «überrissene Saläre» vorzugehen, sollten sich die Zeigfinger erhebenden Moralapostel zunächst einmal fragen, ob sie die Funktionsweise der Wirtschaft überhaupt verstanden haben.

Armut eliminieren

Um eines klarzustellen: Diese Verteidigung der profitorientierten Unternehmer soll nicht diejenigen in Schutz nehmen, die sich mittels staatlichen Regulierungen ein Quasi-Monopol oder Oligopol geschaffen haben und dadurch riesige Profite abschöpfen können. Dies erreichen sie lediglich deshalb, weil die kleinere Konkurrenz die immer ausufernden staatlichen Auflagen nicht erfüllen kann (die kleinen Privatbanken können ein Lied davon singen).

Aber gerade aus diesem Grund hilft es wenig, die Bezieher hoher Mangersaläre in einigen Grosskonzernen zu verteufeln. Vielmehr ist die staatliche Beihilfe zu dieser ungerechtfertigten «Abzockerei» zu stoppen und Regulierungen aufzuheben, welche zur Marktkonsolidierung und zur Eliminierung der kleinen Konkurrenz führen. In einem echten, freien Wettbewerb ohne staatliche Einmischung können sich Unternehmer richtig entfalten und damit Wohlstand und Fortschritt für die ganze Gesellschaft schaffen – und als Nebenprodukt ihres egoistischen Profitstrebens die Armut eliminieren.

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